Wohnungsbau

In Münster fehlen pro Jahr ca. 1.500 bis 2.000 Neubauwohnungen, um der Wohnraumnachfrage gerecht zu werden. Dieser Mangel führt zu erheblichen Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt. Die Folgen erheblicher Kauf- und Mietpreissteigerungen sind für jeden ersichtlich.

Den Wohnungsbau in Münster zu fördern muss im Interesse aller münsteraner Bürger sein. Sowohl der Bau von öffentlich geförderten Wohnungen als auch der Bau hochwertiger Wohnungen sind notwendig, um ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage für Wohnraum zu gewährleisten.

Dass unsere Stadt wächst, ist eine gesunde Entwicklung. Dazu gehört aber auch, dass wir den Neumünsteranern bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen können. Das kann aber nur geschehen, wenn wir innerhalb der Stadt Nachverdichtung fördern. Stadtquartiere, die in den 60iger und 70igerJahren Stadtrandlagen waren, sind heute begehrte innerstädtische Wohngebiete. Wenn in diesen Gebieten neue und bezahlbare Wohnungen entstehen sollen, müssen dazu die Grundstücke dichter bebaut werden als vor 20 oder 30 Jahren.

Häufig werden jedoch sinnvolle Nachverdichtungen aufgrund nachbarschaftlicher Einsprüche oder Bedenken blockiert. Hier gilt es, einen ausgewogenen Dialog mit den Betroffenen, den Investoren, der Politik und der Verwaltung zu führen.

Eine bloße Verhinderungspolitik ist keine Lösung des Wohnraumproblems.

Für eine kontrollierte und stadtplanerisch sinnvolle Nachverdichtung machen wir uns stark!

 

Nachstehend finden Sie unsere Presse zu diesem Thema:

Soziales / Städtisches Wohnbaukonzept

Wohnbaukonzept ergänzen vom 27.11.2013

Grundsätzlich begrüßt UWG das städtische Wohnbaukonzept. „Die Stadtverwaltung erkennt damit ausdrücklich an, dass es ein Weiter-so nicht geben kann“ erläutert Architekt Uwe Raffloer (UWG). Allerdings stecke auch hier der Teufel im Detail. So sei fachlich unvorstellbar, dass jeder Neubau ein knappes Drittel sozialen Wohnraum beinhalten müsse. „Die dafür erforderliche Quersubventionierung der Grundstückspreise lasse sich bei Großvorhaben wie im Hafen oder an der Schulstraße darstellen, nicht aber am typischen Einzelobjekt mit zehn oder zwölf Wohneinheiten“ wird Raffloer deutlich. Denkbare Lösungen seien verstärkte Investitionen durch die Wohn- und Stadtbau oder ein eigenes städtisches Förderprogramm zum Wohnungsbau. Mit Blick auf die anstehende Behandlung des städtischen Konzeptes im Rat wünscht er sich abschließend: „Vielleicht erleben wir trotz unterschiedlicher Erwartungen doch einmal, dass die Parteien in einer für die Bürger äußerst wichtigen Frage an einem Strang ziehen.“

 

Wohnungsbau: UWG widerspricht Joksch vom 03.09.2013

Die UWG mahnt zur Vorsicht bei Vergleichen Münsters mit den Wohnungsmärkten in Köln und Düsseldorf . “In diesen Großstädten wird in anderen Dimensionen gedacht und gehandelt als in Münster“, sagt Architekt Uwe Raffloer (UWG), planungspolitischer Sprecher der UWG. Was in Ballungsräumen noch funktioniert, könnte in Münster die Neubauaktivitäten verringern, da Investoren bei zu hohen Auflagen auf das Bauen verzichten. Damit stiegen die Mieten weiter an!

Die UWG hält es für sinnvoller,

die Nachverdichtung zu fördern und bei Münsteraner Bürgern für mehr Akzeptanz hierfür zu werben
Bebauungspläne nur bei Notwendigkeit aufzustellen und Bebauungsplanverfahren in Abstimmung mit Politik und Verwaltung zügiger umzusetzen und
die Landespolitik aufzufordern, die Anreize für Privatinvestoren zu erhöhen, geförderten Wohnungsbau zu betreiben.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, das gelte auch für Mietwohnungen