JVA Handorf

Die Standortauswahl der neuen JVA, die in Münster-Handorf errichtet werden soll, bedarf einer kritischen Prüfung. Neben den Fragen des Naturschutzes muss der in Rede stehende Standort auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Soweit erkennbar ist das ausgesuchte Grundstück nicht "entmunitioniert". Es ist mit erheblichen Altlasten zu rechnen. Hinzu kommen aufwendige Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz. Da könnte es sinnvoller sein, eine landwirtschaftliche Fläche zu nutzen oder aber intensiver mit der Bundeswehr über die Freigabe der alten Kasernen in Handorf zu verhandeln. Aufgrund der Bundeswehrstrukturreform werden viele bisher übliche Verfahren aktuell auf den Prüfstand gestellt.

Die UWG-MS fordert Bund, Land und die Stadt Münster auf, mit den Bürgern in einen konstruktiven Dialog zu treten und deren Einwände, Bedenken und Anregungen ernst zu nehmen. Eine Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg darf nicht getroffen werden.